neue heimat
 
 

Nicht allein der Grund wird seinen künftigen Nutzern überantwortet, sondern auch die Gestaltung der Architektur an die Bewohner delegiert – Voraussetzung für die Frage, ob und wie die Vielfalt der Herkunftsländer sich in gebauter Umwelt abbildet. Dabei erwarten wir weder essenzialistische Reinheit noch eine Neuauflage von Hagenbecks Völkerschauen oder dem Park der Minderheiten in Beijing. Immerhin migrieren nicht nur Menschen, sondern auch architektonische Stile: Die russische Kolonie in Potsdam und die Türkenmode des 19. Jahrhunderts, Europas Moderne in Nordafrika oder die Plattenbausiedlungen der DDR in Sansibar seien beispielhaft genannt. So weit der Plan. Um den Plan zu visualisieren, nutzen wir vorerst als Platzhalter Gebäude aus verschiedenen Kulturen. In Anlehnung an den Bauherrn der Schwarzwaldsiedlung nennen wir die neue Siedlung auf dem Kleinen Grasbrook vorläufig „Neue Heimat“.(7) Wenn die Zeit gekommen ist, werden die Bewohner selbst einen Namen finden.

 

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