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| In welchem städtebaulichen Kontext fand das Experiment statt? Bereits vor dem Ersten Weltkrieg hatte der Heimatschutzbund den Backsteinrohbau als „hamburgische Bauweise“ propagiert. Zwischen 1909 und 1933 setzte der Architekt, Städteplaner und Oberbaudirektor Fritz Schumacher den roten Klinker als dominierendes Baumaterial durch. Der architektonische Mantel sollte das Stadtbild vereinheitlichen, beruhigen und die Bewohner als Statisten der Straße disziplinieren. Nicht zuletzt war Schuhmacher durch seine Tätigkeit als Bühnenbildner mit der Schaffung von Atmosphären vertraut. Unter Schuhmacher entstand 1928 auch die Hafensiedlung Veddel und erhielt durch die Klinkerfassaden eine eindeutige, nämlich hamburgische Identität. Dasselbe Prinzip wie bei der Schwarzwaldsiedlung wird in einer Kolonie für hamburgische Hafenarbeiter wirksam. | |||
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