Hamburg Veddel
 
  4 Martina Löw, Raumsoziologie, Frankfurt/Main 2001. Heute ist die Situation auf der Veddel eine völlig andere. Zwar wohnen hier immer noch die Unterprivilegierten. Doch die Zuwanderung von Gastarbeitern in den 1960er Jahren und die Bevölkerungspolitik der letzten Jahrzehnte hat den Stadtteil in eine multiethnische Enklave verwandelt. Aus rund 40 Herkunftsländern kommen die fast 5.000 Bewohner. Konfrontiert mit der „Homogenitätszumutung“(4) der geschlossenen Klinkersiedlung fragten wir uns: Wie sähe ein Habitat aus, das der ethnischen Vielfalt der Veddel-Bewohner entspricht? Wie könnte ein Siedlungsexperiment angelegt werden, das die Reziprozität von gebauter Umwelt und Identität, die place identity, reflektiert? Und wo ist der geeignete Ort dafür?  

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